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Archiv für Juni 2014

1 Archivar/in oder Historiker/in oder Volkskundler/in (Stadtarchiv München)

Freitag, 27. Juni 2014

Landeshauptstadt München, München

Bewerbungsschluss: 18.07.2014

Die Landeshauptstadt München sucht für das Direktorium, Hauptabteilung I, Stadtarchiv, Abteilung 2 zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Archivar/in oder Historiker/in oder Volkskundler/in (Europäische

Ethnologie)

Die Stelle ist auf vier Jahre befristet.

Das Stadtarchiv ist die Fachdienststelle für alle Fragen des städtischen Archivwesens und der Stadtgeschichte. Der Abteilung 2, Benutzerbetreuung, Forschung und Vermittlung, obliegt neben der Erschließung und der Bereitstellung von Archivgut die Beratung und die Auskunftserteilung im Benutzerdienst, die Erstellung der Stadtchronik, die zeitgeschichtliche Dokumentationsarbeit sowie die stadtgeschichtliche Forschung und die historische Bildungsarbeit im Rahmen von Ausstellungen, Führungen, Vorträgen, Veranstaltungen und Publikationen. Zur Abteilung 2 gehört das Sachgebiet „Zeitgeschichte, Jüdische Geschichte“, das mit der Durchführung des neuen Projekts zur dauerhaften Erforschung, Sammlung und Sichtbarmachung der Migrationsgeschichte als Teil der Münchner Stadtgeschichte betraut ist.

Was sind Ihre Aufgabenschwerpunkte?

– Projektbezogene Bestandsaufnahme der Überlieferung zur Migrationsgeschichte im Stadtarchiv und Fortschreiben des Dokumentationsprofils

– Kontaktpflege zu „Akteuren der Migration“, Zeitzeugeninterviews, Beraten, Übernehmen und Erschließen von Sammlungsgut

– Überregionale Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch, Einbinden des Projekts in den wissenschaftlichen Diskurs

– Öffentlichkeitsarbeit, Erarbeiten eines Vermittlungs- und Bildungskonzepts sowie Durchführen von Fachtagungen

Die Aufgabenerfüllung erfolgt in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum im Rahmen des Projekts „Migration bewegt die Stadt“.

Worauf kommt es uns an?

Ein mit Promotion abgeschlossenes Universitätsstudium (Geschichte oder Volkskunde / Europäische Ethnologie) oder eine vergleichbare wissenschaftliche Universitätsausbildung; eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung für den höhreren Archivdienst ist von Vorteil.

Des Weiteren sind insbesondere Kommunikationsstärke und Verantwortungsbewusstsein erforderlich.

Darüber hinaus erwarten wir:

– Fachliche Kompetenz:

Erfahrungen bei wissenschaftlichen Projekten zur Migrationsgeschichte, Erfahrungen im Umgang mit archivischen oder musealen Sammlungen sowie breitgefächerte Fremdsprachenkenntnisse (in Englisch und weiteren Fremdsprachen).

– Soziale Kompetenz:

wie Problem- und Konfliktösungskompetenz, ausgeprägte Teamfähigkeit sowie Verständnis für die besondere Lebenssituation von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund, Gender- und interkulturelle Kompetenz

– Methodische Kompetenz:

z.B. konzeptionelles Denken und Handeln sowie Fähigkeit zur strukturierten Aufbereitung komplexer Sachverhalte, hohe Ziel- und Ergebnisorientierung, Grundkenntnisse in Präsentations-, Moderations- und Verhandlungstechniken

– Persönliche Kompetenz:

insbesondere ausgeprägtes analytisches und strategisches Denkvermögen

Was bieten wir Ihnen?

– Eine auf vier Jahre befristete Einstellung als Tarifbeschäftigte/r in EGr. 13 TVöD. Bitte informieren Sie sich z. B. unter http://www.oeffentlicher-dienst.info über die Vergütung.

– Eine attraktive betriebliche Altersvorsorge

– Eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe in München

– Eine bundesweit anerkannte Personalentwicklung; Sie werden in allen Phasen Ihres Berufslebens unterstützt und haben attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten

– Flexible Arbeitszeiten sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie

– Ein verbilligtes Ticket für den Personennahverkehr

– Unterstützung bei der Suche nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten

Die Landeshauptstadt München fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls bevorzugt.

Kontakt und Informationen:

Auskünfte zum ausgeschriebenen Aufgabenbereich erteilen Ihnen gerne Herr Dr. Heimers (Tel. (089) 233- 3 08 12) und Herr Dr. Heusler (Tel. (089) 233- 3 08 15) vom Direktorium – Stadtarchiv. Für Fragen zum Ausschreibungsverfahren steht Ihnen gerne Frau Aßn (Tel. 233 – 2 82 46) vom Personal- und Organisationsreferat, Abteilung P 5.1 – Personalentwicklung zur Verfügung.

Weitere Informationen über die Landeshauptstadt München für Sie unter http://www.muenchen.de/karriere

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

 

Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung zu der Stellenausschreibung mit der Verfahrens-Nr. 14-1330-075 mit aussagekräftigen Unterlagen, wie Lebenslauf, Abschlusszeugnis Berufsausbildung/Studium und Arbeitszeugnisse. Ende der Bewerbungsfrist ist der 18.07.2014.

 

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung möglichst als Onlinebewerbung zu.

 

————————————————————————

Andreas Heusler

 

Stadtarchiv München, Winzererstraße 68, 80797 München

 

089-23330815

 

andreas.heusler@muenchen.de

CfP: Die Seereise als Erfahrung des Übergangs MCS Journal

Donnerstag, 26. Juni 2014

Mobile Culture Studies. The Journal (Open access journal, Karl-Franzens-Universität Graz)

Call for Papers / Beitragsaufruf

The Sea Voyage as a transitory experience

Die Seereise als Erfahrung des Übergangs

→ German version page 2

The Open Access online journal Mobile Culture Studies. The Journal ›mcsj› starts its activity in 2015. It has evolved from the homonymous international transdisciplinary platform active since 2010. It is grounded in the humanities, covering the transdisci­plinary field of mobility. The journal will publish research-based contributions on the cultural and social phenomena of mobilities and their counterparts, historical evidence of people’s mobile practices, representations of mobility in oral and visual culture, and changing concepts of mobility.

The first edition of Mobile Culture Studies. The Journal ›mcsj› is dedicated to the sea voyage as a transitory experience in migration processes. While images of current des­perate crossings between Libya and Lampedusa immediately come to one’s mind, the focus of this issue will go beyond the actual situation and integrate representations of the sea voyage, the port cities of departure and arrival, and of the ship itself as a means of transport and reflection, in different historical periods and geographical areas. In these varied migration processes the ship – according to Michel Foucault „the hetero­topia par excellence” – has been represented as a kind of “suspended” time/space model which offers the opportunity to look both backward and forward. Passengers have described and documented the sea voyage in relation to their life experiences, and the voyages have produced a wide variety of sources: texts (letters, diaries, novels) as well as images (drawings, paintings, photographs) and sounds (migration songs).

We invite articles that identify, research and document such sources and introduce theoretical and methodological approaches for their analysis and interpretation on the overall context of the cultural practice(s) of mobility.

Articles can be submitted in any language; non-English contribution should be accom­panied by a two-page English summary; ›mcsj› seeks to offer a novel balance between native languages and English as a lingua franca. The contributions are normally peer reviewed. The average length of articles should be c. 18-20 pages (8-9,000 words).

Suggestions, including a title, a short abstract and a short CV, should be addressed to:

j.schloer@soton.ac.uk, Professor Joachim Schlör, University of Southampton, The James Parkes Building, University of Southampton, Southampton, United Kingdom SO17 1BJ. Deadline for proposals is August 15, 2014.

Beitragsaufruf: Die Seereise als Erfahrung des Übergangs

Die Open Access Zeitschrift Mobile Culture Studies. The Journal ›mcsj› nimmt ihre Publikationstätigkeit 2015 auf. Sie entstand aus der seit 2010 bestehenden gleich­namigen internationalen Plattform. Thematisch ist sie in den Geisteswissenschaften zu Hause und deckt Mobilitäten als transdisziplinäres Feld ab. Die Zeitschrift wird Ergeb­nisse der Forschung zu den kulturellen und gesellschaftlichen Mobilitätsphänomenen und deren Gegenstücken vermitteln, Erkenntnisse zur Geschichte der Mobilitätsprak­tiken, Repräsentationen der Mobilität in der mündlichen und visuellen Kommunika­tionskultur sowie des Wandels der Mobilitätskonzepte.

Die erste Ausgabe von ›mcsj› ist dem Thema der Schiffsreise als einer Erfahrung des Übergangs in Prozessen der Migration gewidmet. Während sich bei diesem Thema un­mittelbar Bilder von heutigen Flüchtlingen aufdrängen, die versuchen, von Libyen nach Lampedusa zu gelangen, sollen die Beiträge für diese Ausgabe über die aktuelle Situa­tion hinaus Situationen und Repräsentationen aus verschiedenen historischen Epochen und verschiedenen geographischen Räumen in den Blick nehmen: die Schiffsreise und ihre Bedingungen; die Hafenstädten der Abfahrt und der Ankunft; die Schiffe selbst als Medien des Transports und der Reflexion. Im Zusammenhang mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen wurde das Schiff – nach Foucault „die Heterotopie schlechthin“ – als einen Art „aufgehobenes“ Raum-Zeit-Modell betrachtet (und erfahren), das zum Nachdenken über Herkunft und Zukunft herausfordert. Passagiere solcher Schiffs­reisen haben diese Erfahrung in Bezug zu ihren jeweiligen Lebensumständen und deren oft radikaler Veränderung dokumentiert und beschrieben, die Reisen selbst haben eine große Bandbreite an Quellen hervorgebracht, Texte) Briefe, Tagebücher, Romanentwürfe) ebenso wie Bilder (Zeichnungen oder Fotografien) und Töne (Aus­wanderungslieder).

Wir suchen Beiträge, die solche Quellen identifizieren, recherchieren und dokumen­tieren; die theoretische und methodologische Annäherungen zu ihrer Analyse und Interpretation anbieten; und die Quellen und Methoden im Kontext einer kultur­wissenschaftlichen Mobilitätsforschung diskutieren.

Beiträge können in allen Sprachen eingereicht werden; nicht auf Englisch verfasste Beiträge sollen von einer zweiseitige Zusammenfassung auf Englisch begleitet werden; ›mcsj› bemüht sich, einen Ausgleich zwischen Regionalsprachen und Englisch als lingua franca herustellen. Die Beiträge werden üblicherweise peer reviewed. Der mittlere Textumfang soll 18-20 Seiten betragen (45’00 bis 53’000 Zeichen).

Vorschläge mit Titel, Kurzusammenfassung und Kurz-CV sind erbeten an: j.schloer@soton.ac.uk, Professor Joachim Schlör, University of Southampton, The James Parkes Building, University of Southampton, Southampton, United Kingdom SO17 1B70. Einsendeschluss für Beitragsvorschläge ist am 15. August 2014.

Österreichische Zeitschrift für Volkskunde ONLINE!

Dienstag, 24. Juni 2014

Eine Information der Bibliothek des Österreichischen Museums für Volkskunde, Wien:

Die Österreichische Zeitschrift für Volkskunde (ÖZV) erscheint seit 1895 (Unterbrechung 1944–1946). Seit 1946 als „Neue Serie“ geführt und gezählt, war sie vierteljährlich erschienen. Seit 2012 wird die Zeitschrift in zwei Doppelheften mit rund 500 Seiten pro Jahr herausgegeben und seit 2011 praktiziert die Zeitschrift ein Peer-Review-Verfahren.

Die ÖZV hat nun, wie viele andere wissenschaftlichen Journale auch, ein Digitalisierungsprojekt durchgeführt. Seit kurzem gewährt das Online-Portal des Volkskundemuseums Wien einen Zugang zum Volltext all seiner seit Beginn erschienenen Jahrgänge. Die jeweils letzten beiden Jahrgänge der Zeitschrift sind auch weiterhin nur käuflich bzw. über ein Mitglieder-Abo zu erwerben.

Mit diesem Service will die Museums- bzw. Bibliotheksleitung seinen treuen Abonnentinnen und Abonnenten die Handhabung der Inhalte ihrer Zeitschrift erleichtern und auch neue Leserkreise für diese Publikation des Faches Europäische Ethnologie gewinnen.

Unter folgender URL sind die pdf-Dateien der einzelnen Jahrgänge abrufbar: https://www.volkskundemuseum.at/oezv

Die Inhalte sind mittels Volltextsuche erschließbar und stehen zum Download bzw. Druck zur Verfügung.

Kontakt:

Hermann Hummer

Österreichisches Museum für Volkskunde, Bibliothek

Laudongasse 15-19, 1080 Wien

http://www.volkskundemuseum.at

hermann.hummer@volkskundemuseum.at

CfP „Ökonomien tierischer Produktion“, 29.-30.05.2015, Wien

Dienstag, 17. Juni 2014

Call for Papers:

„Ökonomien tierischer Produktion – Mensch-Nutztier-Beziehungen in
industriellen Kontexten“

Datum: 29.–30. Mai 2015
Ort: Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien (Hanuschgasse
3, A-1010 Wien)

Die kulturwissenschaftliche Erforschung von Mensch-Nutztier-Beziehungen im
Kontext industrialisierter Produktion stellt einen blinden Fleck in den
deutschsprachigen Human-Animal-Studies dar. Während Haustiere den sozialen
Status eines Freundes, Familienmitglieds und Lebenspartners für ihre
Besitzerinnen und Besitzer einnehmen, und eine florierende Spielzeug-,
Futter- und Freizeitindustrie dem menschlichen Bedürfnis nach emotionaler
Zuwendung, Aufmerksamkeit und Fürsorge ihnen gegenüber Rechnung trägt,
sind sogenannte Nutztiere weitestgehend aus dem öffentlichen und privaten
Blickfeld geraten. Verglichen mit der Pet-Industrie stellt die Livestock-
und Fleischwarenindustrie einen umsatzstärkeren und kostenintesiveren
Wirtschaftszweig dar, der mit politischen Entscheidungsprozessen und
Lobbyismus eng verflochten ist. Die Ökonomien der Tiernutzung spielen sich
jedoch hinter den „Kulissen des gesellschaftlichen Lebens“ (Norbert Elias)
ab. Zugleich bedient sich die Lebensmittelindustrie visueller und
narrativer Ästhetisierungen und Inszenierungen, die das Leben von
Nutztieren romantisieren und deren Tötung euphemisieren. Diese Ambivalenz
stellt das Produkt wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer
Modernisierungen dar, die Tiere, deren Körper wir konsumieren und
verwerten, in unsichtbare Geschöpfe und unsere vergessenen „companion
animals“ verwandelt haben.
Das Ziel der Tagung ist es, die blinden Flecken der Tierproduktion
sichtbar zu machen und die unterschiedlichen theoretischen Perspektiven
und methodischen Zugänge zu einem vernachlässigten Forschungsfeld
zusammenzubringen. Es sollen Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Grenzen
kultur-, sozial- und naturwissenschaftlicher Forschung ausgelotet werden.
Die Tagung richtet sich an Forscherinnen und Forscher, die
Mensch-Nutztier-Beziehungen im Kontext der Nahrungsmittelproduktion,
landwirtschaftlicher und/oder industrieller Nutzung aus einer
kulturwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen, historischen,
ethologischen und/oder naturwissenschaftlichen Perspektive untersuchen.

Mögliche Themenfelder sind:
– Tierhaltung und Tierzucht
– Agency/soziale Wirkmächtigkeit von Tieren im Kontext industrialisierter
Produktion
– Tierschlachtung
– Fleischkonsum
– Ethik der Mensch-Nutztier-Beziehung
– Gefühlswelten
– Tierschutz – Tierrecht – Animal welfare

Die Tagung findet in Verbindung mit dem Forschungsschwerpunkt der
historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
„Wirtschaft und Gesellschaft aus historisch-kulturwissenschaftlicher
Perspektive“ vom 29. bis 30. Mai 2015 am Institut für Europäische
Ethnologie, Universität Wien, Hanuschgasse 3, A-1020 Wien statt. Sie wird
gerahmt von vier Keynotes von Dorothee Brantz (Institut für Geschichte und
Kunstgeschichte, Technische Universität Berlin), Michaela Fenske (Institut
für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Universität Göttingen),
Ernst Langthaler (Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte,
Universität Wien) und Susanne Waiblinger (Institut für Tierhaltung und
Tierschutz, Veterinärmedizinische Universität Wien) sowie einer
Podiumsdiskussion unter anderem mit Martin Balluch (Verein gegen
Tierfabriken), moderiert von Christoph Winckler (Institut für
Nutztierwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien).

Wir bitten um Zusendung Ihres Abstract im Umfang von max. 300 Worten bis
zum 31.10.2014 an lukasz.nieradzik@univie.ac.at und
brigitta.schmidt-lauber@univie.ac.at. Für jeden Beitrag und anschließende
Diskussion werden jeweils 45 Minuten zur Verfügung stehen.

Organisation und Kontakt:
Univ.-Ass. Lukasz Nieradzik, M.A.
Institut für Europäische Ethnologie
Universität Wien
lukasz.nieradzik@univie.ac.at

Univ.-Prof. Dr. Brigitta Schmidt-Lauber
Institut für Europäische Ethnologie
Universität Wien
brigitta.schmidt-lauber@univie.ac.at

W3-Professur für Europäische Ethnologie in Freiburg

Montag, 16. Juni 2014

Am Institut für Volkskunde der Philosophischen Fakultät ist eine W3-Professur für Europäische Ethnologie

Vollzeitstelle, Eintrittstermin: 01.04.2015 zu besetzen.

Der/die Stelleninhaber/in soll das Fach in seiner ganzen Breite in Forschung und Lehre vertreten. Eine Ausrichtung an den internationalen Standards der Europäischen Ethnologie / Sozial- und Kulturanthropologie wird vorausgesetzt. Ein Schwerpunkt im Bereich Populäre Kulturen wird erwartet, da sich mit der Stelle eine Leitungsfunktion des fächerübergreifenden Zentrums für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) an der Universität Freiburg verbinden wird.

Einstellungsvoraussetzungen für Professoren bzw. Professorinnen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung und eine herausragende Promotion. Über die Promotion hinausgehende wissenschaftliche Leistungen, die in der Regel durch eine Habilitation nachgewiesen werden, werden erwartet. (§ 47 Landeshochschulgesetz (LHG)).

Außerdem werden erwartet: Voraussetzungen für die Bewerbung: Einschlägige Lehrbefugnis (Habilitation oder gleichwertige Leistungen) sowie umfassende Erfahrung in Lehre und Wissenschaftsmanagement, internationale Vernetzung in der Forschung, Erfahrung in der Einwerbung von Forschungsmitteln, Bereitschaft zur Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg fördert Frauen und fordert sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Die Universität bekennt sich nachdrücklich zu dem Ziel einer familiengerechten Hochschule. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Zusätzlich zu den üblichen Bewerbungsunterlagen bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung ein Lehrkompetenzportfolio beizufügen. Eine Vorlage hierfür finden Sie unter folgendem Link: http://www.zuv.uni-freiburg.de/formulare/lehrkompetenzportfolio-formblatt.doc

Die Stelle ist unbefristet. Die Vergütung erfolgt nach W3.

Bitte bewerben Sie sich mit dem Ausdruck Ihres Bewerbungsformulars [PDF-Datei hier öffnen] und den o.g. Unterlagen und Belegen unter Angabe der Kennziffer 8822 bis spätestens 04.07.2014. Ihre Bewerbung richten Sie bitte sowohl in schriftlicher wie auch elektronischer Form an:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dekan Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander
Dekanat der Philosophischen Fakultät
Werthmannstraße 8
79098 Freiburg

und an die email-Adresse: philosfak@dekanate.uni-freiburg.de

Für nähere Informationen steht Ihnen das Dekanat der Philosophischen Fakultät, unter Tel. +49 (0)761 203 3371 oder Email philosfak@dekanate.uni-freiburg.de zur Verfügung.

Wissenschaftlicher MitarbeiterIn „Volkskunde“ (Univ. Jena, 0,75%)

Donnerstag, 12. Juni 2014

Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 01.10.2014-30.09.2016

Bewerbungsschluss: 21.07.2014

Zum 1. Oktober 2014 ist am Lehrstuhl Volkskunde (Empirische

Kulturwissenschaft) der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Stelle

einer/s Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/s (75%)

zu besetzen.

Einstellungsvoraussetzung:

Abgeschlossenes Studium und Promotion im Fach Volkskunde (Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft, Kulturanthropologie o.ä.), pädagogische Eignung bzw. Lehrerfahrung, Kenntnisse im Umgang mit der Standard-EDV/-Software

Ihre Aufgaben

Engagement in Forschung und Lehre, Lehrtätigkeit im Umfang von 4 Semesterwochenstunden, Selbstständige Forschung und Mitarbeit in Projekten, Beteiligung an Prüfungs- und Betreuungsaufgaben, Bereichsangelegenheiten und in der universitären Selbstverwaltung.

Von dem/der Bewerber/in erwartet, dass er/sie an einem wissenschaftlichen Qualifizierungsprojekt arbeitet.

Die Vergütung richtet sich nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) entsprechend den persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13. Die Stelle ist zunächst für die Dauer von für 2 Jahren befristet; eine Verlängerung ist möglich.

Schwerbehinderte werden bei gleicher fachlicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen mit vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Publikationen, Lehrveranstaltungen, Zeugniskopien, Skizze eines wissenschaftlichen Qualifizierungsprojektes) sind bis zum  21. Juli 2014 zu richten an:

Prof.  Dr. Friedemann Schmoll / Lehrstuhl für Volkskunde / Friedrich-Schiller-Universität Jena /Zwätzengasse 3 /07743 Jena

Für die Rücksendung der Bewerbungsunterlagen ist ein ausreichend frankierter Rückumschlag beizulegen, andernfalls werden nicht berücksichtigte Unterlagen nach einem Monat vernichtet.

Wiss. Volontär Jüdisches Museum München

Mittwoch, 11. Juni 2014

Auszug aus der Stellenausschreibung:

Die Landeshauptstadt München sucht
für das Kulturreferat, Jüdisches Museum München
zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet auf 2 Jahre

eine wissenschaftliche Volontärin/
einen wissenschaftlichen Volontär

Was sind Ihre Aufgabenschwerpunkte?
– Mitwirkung bei Planung und Realisierung eines Ausstellungsprojekts
über die Kulturgeschichte des Biers im Judentum und weiterer
Ausstellungsvorhaben
– Mitwirkung bei Aufbau und Pflege der Sammlungen
– Mitwirkung bei museumsspezifischen Querschnittsaufgaben

Worauf kommt es uns an?
– ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Geisteswissenschaften,
bevorzugt der Europäischen Ethnologie/Volkskunde, Neueren Geschichte
oder der Jüdischen Studien/Judaistik. Der Hochschulabschluss sollte
nicht länger als zwei Jahre zurückliegen;
– nachgewiesene Kenntnisse der jüdischen Geschichte und Kultur;
– Interesse sowohl an Recherche, als auch an praktischer Museumsarbeit;
– sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind zwingend notwendig,
Hebräisch- und/oder Jiddischkenntnisse sind erwünscht;
– hohe Einsatzbereitschaft auch außerhalb der gewöhnlichen Dienstzeiten;
– ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenz sowie Fähigkeiten zu
interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten des Museums.

Wir bieten Ihnen:
– die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen eines in einem internationalen
Kontext tätigen Museums zu sammeln;
– Volontariatsbegleitende – auch externe – Fortbildungsmöglichkeiten;
– eine Vergütung in der Höhe der Anwärterbezüge des Höheren Dienstes
(derzeit 1.255,21 € brutto).

Die Landeshauptstadt München fördert aktiv die Gleichstellung aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von
Frauen und Männern, unabhängig von deren kultureller und sozialer
Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller
Identität. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei
gleicher Eignung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls
bevorzugt.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen bis
27.06.2014 an die:

Landeshauptstadt München
Kulturreferat, Jüdisches Museum München
Herr Wagle
St.-Jakobs-Platz 16
80331 München
Tel.: 089/233-28189 oder 28133
E-Mail: stephan.wagle@muenchen.de

Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung auch an, wann Sie im Monat Juli für
ein Bewerbungsgespräch zur Verfügung stehen und ab wann Sie die
ausgeschriebene Stelle antreten könnten.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass die Bewerbungsunterlagen nur dann
zurückgesandt werden, wenn ein mit Anschrift versehener und ausreichend
frankierter Rückumschlag beigelegt ist.

Tübingen: Dissertationsstelle

Dienstag, 10. Juni 2014

Das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft sucht zum 1. Oktober 2014 eine/n
Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in
Entgeltgruppe E 13 TV-L (50 %)

Erwartet werden die Bereitschaft zur Mitarbeit an den Vorhaben des Instituts sowie an der Studierendenbetreuung und die Entwicklung eigenständiger Projekte. Daneben übernimmt der/die Stelleninhaber/in einen Teil des facheinschlägigen Lehrangebots (Lehrdeputat: 2 SWS) und arbeitet in der universitären Selbstverwaltung mit.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Magister- oder Masterstudium der Empirischen Kulturwissenschaft (Europäische Ethnologie/Volkskunde/Kulturanthropologie) sowie die Eignung für eine wissenschaftliche Laufbahn. Erste Lehrerfahrungen und sehr gute Englischkenntnisse sind erwünscht.

Die Einstellung (50 %) erfolgt auf drei Jahre befristet mit der Möglichkeit einer Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Anfertigung einer Dissertation im Bereich Europäisierung/Migration/cultural diversity ist ausdrücklich erwünscht. Bitte der Bewerbung eine dreiseitige Dissertationsskizze beifügen.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen um ihre Bewerbung.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis 10. Juli 2014 (postalisch oder per E-mail) erbeten an Prof. Dr. Reinhard Johler, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen, Schloss (Burgsteige 11), 72070 Tübingen (Tel. 07071 / 297 48 86); E-mail: lui@uni-tuebingen.de

Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung.

Kontakt:

Dr. Gesa Ingendahl, Akad. Rätin

Studienorganisation und Berufsfeldorientierung,

Sammlung

Universität Tübingen

Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Burgsteige 11, 72070 Tübingen

Tel: 07071 / 297 5310

Gesa.ingendahl@uni-tuebingen.de

www.lui.uni-tuebingen.de

CfP: 40. dgv-Kongress, Zürich 2015: Kulturen der Sinne

Donnerstag, 5. Juni 2014

40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Zürich, 22. bis 25. Juli 2015

Der 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde wird auf
Einladung des ISEK – Institut für Sozialanthropologie und Empirische
Kulturwissenschaft – Populäre Kulturen vom 22. bis 25. Juli 2015 in
Zürich und damit erstmals außerhalb Deutschlands stattfinden. Vorstand
und Hauptausschuss haben sich auf Anregung der Gastgeber auf folgendes
Thema verständigt:

KULTUREN DER SINNE
ZUGÄNGE ZUR SENSUALITÄT DER SOZIALEN WELT

Call for Papers
[Einsendeschluss: 15.08.2014]

Die Mitglieder der dgv und alle weiteren Interessierten sind herzlich
eingeladen, den Kongress aktiv mit zu gestalten und Beitragsvorschläge
für Vorträge und Panels einzureichen.

Zum Thema
Wahrnehmen und Handeln in der sozialen Welt sind stets körperlich und
kulturell zugleich. Der Gebrauch der Sinne, das ‚Sinnliche‘ ist damit
elementarer Bestandteil dessen, was wir als Kultur zu verstehen gewohnt
sind. So selbstverständlich diese Feststellung erscheint, so sehr bedarf
sie – selbst in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit – nach wie vor der
Erklärung; einerseits möglicherweise, weil sie so naheliegend zu sein
scheint, andererseits wohl aber auch, weil ein lange dominantes Konzept
von Kultur den Sinnen nur bedingt Platz ließ und diese in das Reich der
Natur verwies. Ein ähnliches Paradox zeichnet die volkskundliche
Denktradition aus: Der Kanon des Faches umschloss in seinem holistischen
Anspruch mit Bildlichem, Musik, Nahrung, Tanz, Kleidung und Glaube im
Gegenständlichen zwar die sinnlichen – und übersinnlichen? – Dimensionen
der Alltagswelt, ohne aber die damit verbundenen sinnlichen Vorgänge und
ihrer Bedeutung zu konzeptualisieren.

Die anthropologische Aufmerksamkeit für die Vielfalt sinnlichen Erlebens
und seiner Ordnungen hat dagegen in jüngerer Zeit die Sinne ins Zentrum
des Interesses einer Vielzahl von Disziplinen rücken lassen. Gerade im
Raum zwischen den Disziplinen mit seinen offenen Grenzen und flüssiger
gewordenen Paradigmen wird denn auch seit etlichen Jahren ein „sensory
turn“ konstatiert. Hintergrund dafür bildet die wachsende Skepsis
gegenüber den maßgeblichen Denkbildern der Moderne, nach denen eine
behauptete zunehmende Reizüberflutung zwangsläufig zu einem Verlust der
Sinne führe. Die soziale und kulturelle Situiertheit solcher Annahmen in
den Wissensordnungen der Moderne selbst ist dabei lange unerkannt
geblieben. Sie gilt dagegen in der kultur- und sozialwissenschaftlichen
Auseinandersetzung mit den Sinnen als Voraussetzung für Zugänge, die von
der Beschreibung der sinnlich erfahrenen Gegenstände zu Analysen der
sensorischen Praxis vordringen und sich dafür buchstäblich selbst zu
sensibilisieren haben.

Der Zürcher Kongress lädt dazu ein, die aktuell in Gesellschaft und
Wissenschaft breit diskutierte ‚Wiederkehr der Sinne‘ zum Gegenstand
kulturwissenschaftlicher Analyse und die Expertise der in der Tradition
des Faches stehenden Kulturforschung sichtbar zu machen. Themen und
Fragen des Kongresses schließen damit an, ein sich in den letzten Jahren
komplex und nicht widerspruchslos ausdehnendes Begriffsfeld an. Neben
der pauschalen Annahme der erwähnten sinnlichen Wende nimmt der Kongress
vor allem auf die als „sensory/sensual anthropology“ etikettierte
kultur­ und sozialanthropologische Forschungsrichtung Bezug, in deren
Verständnis es nicht nur um eine „sensual culture“ (D. Howes) als
Gegenstand, sondern auch um eine Öffnung der Forschung im Sinne einer
„sensuous scholarship“ (P. Stoller) geht. Diese markiert auch die
Spezifik der historisch und anthropologisch argumentierenden
Kulturforschung, für die das Studium sinnlicher Praxis zugleich Wege zu
Formen des Wissens weist, wie sie bislang außerhalb der Wahrnehmung
rationaler und okularzentristischer Herangehensweisen geblieben sind (C.
Classen). Dementsprechend haben in den letzten Jahren die Reflexion der
Epistemiken und die Diskussion um eine Ausweitung der Methoden breiten
Raum eingenommen und die traditionelle Ethnographie zu einer „sensory
ethnography“ (S. Pink) zu erweitern vermocht.

Die Beiträge und Diskussionen des Kongresses könnten die folgenden
Probleme bzw. thematischen Schwerpunkte adressieren. Dabei sind die
Vorschläge nicht ausschließend gedacht, sondern mögen als Anregung
verstanden werden, Fragen nach den theoretischen Grundlinien einer
Kultur der Sinne, nach ihrer empirischen Bearbeitung und methodischen
Reflexion nicht zu separieren, sondern in ihren wechselseitigen
Verhältnissen zu thematisieren.

Gebrauch der Sinne: Praxis, Geschichte

Mögliche Themenfelder:
• Geschichtlichkeit sinnlicher Wahrnehmung und Erfahrung: Wie lässt sich
die historische Modellierung des Wahrnehmens und Fühlens
historisch-anthropologisch fassen, und wie rahmen habitualisierte
emotionale Stile Erleben und Handeln?
• Multisensualität – Multimodalität: Was wissen wir über die kulturell
modellierte Beziehung der Sinne, über synästhetische und kinästhetische
Praktiken, und welche Konsequenzen besitzt die Multimodalität sinnlicher
Reize für die konkrete empirische Arbeit?

Sinnliche Kultur: Repräsentationen / Populäre Vorstellungen

Mögliche Themenfelder:
• Sinnliche Kultur und kulturelles Gedächtnis: Was und wie erzählen
Museen und Archive über historische sensuelle Praktiken, und welche
Bedeutung kommt dem sinnlichen Erbe in den Institutionen des
Gedächtnisses zu?
• Geschlecht der Sinne: Welche Rolle spielt die historische Vorstellung
von der Hierarchie der Sinne für die Aushandlung der
Geschlechterverhältnisse, und wo liegt der Beitrag einer Kulturforschung
der Sinne für eine Überwindung dichotomer Konzepte und Machtbeziehungen?

Ethnographien multisensualer Alltage

Mögliche Themenfelder:
• Kultur der Sinne – sinnliche Wissenschaft: Wie verändert die
Aufmerksamkeit für die sinnliche Dimension der sozialen Welt
Selbstverständnis und Arbeitsweisen der Wissenschaft, und wie reagiert
eine reflexive Kulturwissenschaft auf die damit verbundenen methodischen
Herausforderungen?
• Technogene Sinne – Medialität der Erfahrung: Wo liegt der Beitrag
der kulturwissenschaftlichen Technik-‐ und Medienforschung für eine
sensory anthropology, und wie lassen sich ethnographische Zugänge zu
mediatisierten Praktiken und Erfahrungen – auch und besonders in
digitalen und augmentierten Umgebungen – denken?

Sinnliches Verstehen

Mögliche Themenfelder:
• Sinnliche Epistemik – das Wissen der Dinge: Welche Konsequenz besitzt
das Interesse an einer Kultur der Sinne für die Konzepte von Kognition
und Emotion, und welche Bedeutung besitzt etwa die körperliche Erfahrung
des Materiellen für die Herstellung und Vermittlung von Wissen?
• Sinne, Wissen und Macht: In welcher Beziehung stehen die Hierarchie
der Sinne und die machtvollen Konstruktionen und kategorialen
Grenzziehungen der Moderne (Natur/Kultur), und wie wirken sie nach in
der Herstellung und Wahrnehmung von Alterität?
• Erforschung von Sensualität und die Überwindung der „zwei Kulturen“:
Wie gestaltet sich das multidisziplinäre Feld sinnlicher Kultur, und
wie verändern sich dabei die Beziehungen einerseits zwischen Science und
Humanities, andererseits die Stellung akademischen Wissens angesichts
seiner globalen Entgrenzung?

Wie in der Vergangenheit soll auch der Zürcher Kongress in Form von
Plenar- und Sektionsvorträgen sowie durch Panels gestaltet werden.
Daneben sollen Sektionen für Masterkandidatinnen und -kandidaten und
studentische Projekte stattfinden. Panels erhalten mit zwei Stunden den
Umfang einer Sektion. Die Leiterin/der Leiter eines Panels konzipiert
das Thema und schlägt dieses der dgv in Form eines Abstracts vor. Ebenso
werden die Referentinnen und Referenten (unter Beifügung jeweils eines
knappen Abstracts ihrer Vorträge) benannt. Die konkrete Gestaltung des
Panels (Form der Einführung, Zahl der Vorträge, Kommentare) obliegt –
unter Einhaltung der zeitlichen Vorgaben – den jeweiligen
Organisatorinnen bzw. Organisatoren der Panels. Sie werden gebeten,
innovative und diskussionsfördernde Formate zu wählen.

Bitte beachten Sie bei der Einreichung Ihrer Abstracts unbedingt
folgende Anforderungen:

• Die Abstracts sollen außer einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung
Angaben über die Fragestellung und die empirische Basis enthalten bzw.
Auskunft über den Kontext geben, in dem die Arbeit entsteht,
gegebenenfalls. mit Angaben zu bereits vorliegenden Veröffentlichungen,
den Stand der Arbeit bzw. erste Ergebnisse.

• Es soll sich selbstverständlich um neue und unveröffentlichte
Forschungsbeiträge handeln.

• Beiträge können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden.

• Die Abstracts sollten Angaben über den beruflichen Werdegang und die
derzeitige Tätigkeit der Bewerberin/des Bewerbers enthalten.

• Bitte geben sie gültige Post- und Emailadressen an, bei
Panelvorschlägen sowohl der verantwortlichen Organisatoren, als auch
aller Beitragenden.

• Die Abstracts für Einzelvorträge sollen eine, die für Panels zwei DIN
A4-Seite nicht überschreiten (max. 2.500 bzw. 5.000 Zeichen inkl.
Leerzeichen).

• Für die Einreichung per Email benutzen Sie bitte .rtf oder .doc-Format
(nicht pdf.). Bitte fassen Sie alle Teile zu einem Dokument zusammen und
benennen sie die Datei mit:
„Ihrem Namen_Proposal_dgvzuerich2015.doc“, bzw.
„Name des/der PanelleiterIn_Panelvorschlag_dgvzuerich2015.rtf“.

• Bitte senden Sie die Vorschläge per Email an:
geschaeftsstelle@d-g-v.de ein.

• *** EINSENDESCHLUSS IST DER 15. AUGUST 2014 ***

Um das Auswahlverfahren zu erleichtern und transparent zu gestalten,
werden alle Einreichenden dringend ersucht, diesen Vorgaben zu folgen.
Vorstand und Hauptausschuss werden auf ihrer gemeinsamen Sitzung im
September 2014 das endgültige Programm festlegen und zeitnah
veröffentlichen.

Call for Papers – pdf.-Version:
http://www.d-g-v.org/sites/default/files/cfp_dgv-kongress_2014_zuerich.pdf

Call for Papers – English Version:
http://www.d-g-v.org/sites/default/files/cfp_english-version.pdf


dgv – Deutsche Gesellschaft für Volkskunde e.V.
Claus-Marco Dieterich | Geschäftsführer
c/o Institut für Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft
Biegenstr. 9 | D-35037 Marburg
geschaeftsstelle@d-g-v.de | www.d-g-v.de

Zwei Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, befristet (Kulturanthropologie/Volkskunde Uni Bonn)

Dienstag, 3. Juni 2014
Das Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht zum 1. Oktober 2014

zwei Wissenschaftliche MitarbeiterInnen (50%),
Entgeltgruppe E 13 TV-L
befristet auf drei Jahre.

Die Bonner Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde bietet Ihnen einen Arbeitsplatz mit viel Gestaltungsspielraum sowie einer kollegialen und unterstützenden Arbeitsatmosphäre.

Sie arbeiten in der Selbstverwaltung der Abteilung mit und unterstützen bei gängigen Dienstleistungsaufgaben. Ihr Lehrdeputat beträgt zwei Semesterwochenstunden im Masterstudiengang.

Die Anfertigung einer Dissertation im Rahmen des Forschungs– und Studienschwerpunkts der Abteilung »Das Rheinland als Kontakt-, Transit-, und Vermittlungsraum« ist ausdrücklich erwünscht (die einzureichende Projektskizze im Umfang von drei bis fünf Seiten muss noch nicht auf den lokalräumlichen Schwerpunkt »Rheinland« hin entworfen sein, das Projekt kann auch erst vor Ort konkretisiert werden).

Wenn Sie sich für eine dieser Positionen interessieren, senden Sie bitte Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 22.6.2014 an JProf. Dr. Ove Sutter, Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde, Am Hofgarten 22, D-53113 Bonn. E-Mail-Bewerbungen sind ausdrücklich erwünscht.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links:

http://www3.uni-bonn.de/die-universitaet/stellenangebote/abt.-3.1/wiss.-mit.-archaeologie-15-14-3.13

http://www3.uni-bonn.de/die-universitaet/stellenangebote/abt.-3.1/wiss.-mit.-archaeologie-16-14-3.13
Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Ove Sutter: ove.sutter@uni-bonn.de.